(Ein Beitrag von Dirk Lüchow)
Dieser kleine Leitfaden soll als Orientierung für alle Mitglieder des LAV dienen, die zum ersten Mal Signalkrebse fischen möchten oder sich von meinen inzwischen einjährigen Erfahrungen noch Anregungen holen und ihr Wissen vertiefen möchten.
Rechtliches:
- Bei den inzwischen in Deutschland vorkommenden Signalkrebsen handelt es sich um eine invasive Art, die an einigen Orten bereits eine Belastung und Bedrohung für das vorhandene Ökosystem geworden ist. In den meisten Bundesländern, wie auch in Niedersachsen, gibt es keine vorgeschriebenen Schonzeiten und Mindestmaße. Sehr wohl sind aber das Tierschutz-gesetz und eine waidgerechte Betäubung und Tötung zu beachten.
Jegliches in den Verkehr bringen von Signalkrebsen (wie z.B. Weitergabe, Aussetzen in Teichen, Gewässern oder Aquarien) ist verboten. - Auf der Jahreshauptversammlung am 12.03.2023 hat der Vorstand die Mitglieder des LAV informiert, dass er das Fangen von Signalkrebsen gestattet. Die zugelassenen Fanggeräte sind Krebsteller und Senken. Der Transport der lebenden Signalkrebse hat in geeigneten Behältern auf möglichst kurzem Weg bis zur Tötungsstelle (in der Regel die Küche) zu erfolgen.
Fang von Signalkrebsen:
Ein handelsüblicher Krebsteller mit etwa 50 cm Durchmesser ist gut geeignet.
Den Krebsteller kann man zur besseren Handhabung an einer ca. 2 m langen Stange befestigen.
Der Krebsteller wird mit nicht zu kleinen Fischstücken
versehen und für ca. 15 Minuten im Wasser belassen.
Besonders geeignete Plätze in Fließgewässern für das
Ausbringen der Fanggeräte sind beschattete Stellen im
Bereich von Baumwurzeln, wo keine zu starke
Strömung herrscht.
Verwertung von Signalkrebsen (Tötung nach §12 Abs.11 Satz 1 Tierschutz-Schlachtverordnung):
Transport im Behälter mit Deckel ausbruchsicher fest verschlossen.
Betäubung und Tötung jeweils eines Krebses mit Kopf voran! im siedenden! Wasser
Im Kopfbereich befindet sich eine große Nervenverdickung (2 Knoten),
die eine Art „Gehirn“ bilden.
Dann folgen weitere kleinere Knoten mit ihren Längs- und Querverbindungen, so dass die Signale vom Kopf des Krebses in die weiter
entfernten Körperteile (Segmente) weitergeleitet werden.
Das gesamte Strickleiter – Nervensystem des Signalkrebses befindet sich im
Wesentlichen auf der Bauchseite.
Wichtig für eine tierschutzgerechte Tötung sind die erste Betäubung im
Kopfbereich des Signalkrebses und die sich sofort anschließende Tötung
des gesamten Krebses im immer noch siedenden Wasser.

Halb fertig gekochte Krebse Krebsschwänze abgetrennt und Suppengemüse vorbereitet …



… Schwänze abgetrennt und auf dem Dünsteinsatz fertig gekocht und mit 2 Daumen aufgebrochen …



… Entfernen des Darms Schwänze fertig zum Schockgefrieren Serviervorschlag …







